Die Sanierung von Haus Wibbelsmann

Unser Großprojekt für Glandorf – Lesen Sie hier die neusten Infos zur Sanierung und zur Spendenaktion!

Wer kennt es nicht, das alte „Wibbelsmann´sche Haus“ an der Kirche? Es ist Teil der ehemaligen Kirchhofsburg Glandorfs und wurde ca. 1820 durch den Kirchhöfer Niggemann erbaut. Er verkaufte das Haus an Franz Wilhelm Jostes (geb. 1813), der dort mit seiner Frau Anna Karolina geb. Balz ein Handelsgeschäft betrieb. Eines ihrer vier Kinder war der spätere Professor Franz Jostes, der 1858 in diesem Haus geboren wurde. Nach dem frühen Tod von Franz Wilhelm Jostes im Jahre 1868, wurde das Haus an August Wibbelsmann aus Glane verkauft, der das Ladengeschäft fortführte. Aus Haus Wibbelsmann wurde durch Einheirat von Bernhard Beckmann das „Haus Beckmann“. Das Gebäude ist heute außen wie innen in einem verfallenen Zustand. An der Front über dem Haupteingang kann man noch heute den alten Schriftzug „August Wibbelsmann“ auf dem bröckelnden Putz erkennen.
In den 1960er- und 1970er-Jahren wurde ein großer Teil der historischen Bausubstanz im Ortskern von Glandorf abgerissen und dadurch unwiederbringlich vernichtet. Das Haus Wibbelsmann ist eines der wenigen verbliebenen historischen Häuser und kann noch gerettet werden. Es ist ein elementarer Bestandteil der alten Kirchhofsburg, die mit dem weiteren Verfall dieses Hauses endgültig zerstört werden würde. Der Heimat- und Kulturverein Glandorf hat es sich zum Ziel gesetzt, das Gebäude für Glandorf zu sanieren und damit für uns und folgende Generationen zu retten.

Visualisierung Haus Wibbelsmann
So könnte das Haus Wibbelsmann nach der Sanierung aussehen. (Visualisierung FN)

Zur Planung und Finanzierung
Die Sanierung soll die Nutzung als Gemeindezentrum ermöglichen und dabei trotzdem die alte Bausubstanz weitgehend bewahren. Die Abstimmung mit den Denkmalschutzbehörden ist bereits erfolgt, der Bauantrag wurde vor Kurzem genehmigt. Die Familie Beckmann ist bereit, das Haus dem Heimat- und Kulturverein für einen symbolischen Preis von 1 € im Wege eines Erbbaurechtsvertrags zu überlassen.
Das Gebäude steht seit Jahrzehnten leer und ist in den letzten 20 Jahren zusehends verfallen. Mittlerweile ist es einsturzgefährdet. Da dieses Haus niemals von Grund auf saniert wurde, ist noch ein erheblicher Teil der originalen Bausubstanz aus den 1820er-Jahren erhalten, so etwa die hölzerne Innenkonstruktion. Der Wirtschaftsbereich, eine große Diele mit einem Lastenaufzug bis in die Dachspitze, bleibt komplett erhalten und soll später für Versammlungen, Vorträge, Konzerte und vieles mehr genutzt werden können. (Klicken Sie hier, um den vorläufigen Umbauplan herunterzuladen!)

Visualisierung Haus Wibbelsman
Haus Wibbelsmann mit Tennentor (Visualisierung FN)

Der Aufwand einer Sanierung ist erheblich. Die Kostenschätzungen belaufen sich auf 1,4 Mio. €. Neben finanziellen Zuschüssen ist aber auch viel persönliches Engagement nötig. Inklusive eines bei der Gemeinde Glandorf beantragten Zuschusses in Höhe von 150.000 € liegen derzeit bereits Förderzusagen in Höhe von ca. 1 Mio. € vor! Die Aussichten auf Bewilligung weiterer Mittel bei unterschiedlichen Stiftungen und Förderinstituten sind nach den bisherigen Gesprächen sehr positiv. Wir sollten uns die Chance nicht entgehen lassen, eine solche Summe für Glandorf zu sichern. Alle Förderinstitute erwarten natürlich auch das bürgerschaftliche Engagement vor Ort. Wir bitten deswegen alle Glandorfer, sich an einer Spendenaktion zu beteiligen, damit wir das Ziel erreichen. Alle notwendigen Informationen dazu und die Bankverbindung finden sich auf dem zugehörigen Flyer hier auf der Homepage. (Zum Download einfach hier klicken!)

Jeder, der hilft, kann damit zeigen, dass die Glandorfer sich für den Erhalt ihrer Historie und für ihren Ort einsetzen. Jeder Euro hilft! Spenden zur Unterstützung unserer Arbeit können aber auch sofort überwiesen werden. Bitte auf dem Überweisungsträger als Verwendungszweck nur „Spende“ angeben.
Heimat- und Kulturverein Glandorf e.V.
Konto: DE39 2655 0105 1551 8645 62

Baupläne und historische Fotos des Hauses können jeden Sonntag von 10 bis 12 Uhr im Büro des Heimat- und Kulturvereines, Windmühlenstr. 3, eingesehen werden. Weitere Anregungen nehmen wir dort entgegen und beantworten ebenfalls nähere Fragen. Auch gerne per Mail unter: kultour-gut@web.de!
Helft uns das Haus Wibbelsmann zu bewahren und zum Haus für die Gemeinde und seine Bürger zu machen!